Zum x-ten Mal in der Filmgeschichte ist Sherlock Holmes nun auf Zelluloid gebannt. Dabei ist jedoch eben nicht die erfrischend witzige und intelligent verstrickte Geschichte herausgekommen, wie man sie sich von Arthur Conan Doyle gewünscht hätte. Tatsächlich ist Guy Ritchies “Sherlock Holmes” sehr banal.
Donnie Brasco heißt eigentlich Joseph Pistone heißt eigentlich Johnny Depp. Aber von Anfang an: Undercover-FBI-Agent Pistone gibt sich als Juwelier Brasco aus. Er soll die New Yorker Mafia infiltrieren. Über Lefty (Al Pacino) schafft er es schließlich in die “Familie”. Doch Brasco kämpft an zwei Fronten: Während er versucht in der Mafia-Familie Informationen zu sammeln, droht er mit seiner eigenen Frau und den drei Kindern zu scheitern. Immer tiefer rutscht Brasco, bis er selbst nicht mehr richtig zu wissen scheint, ob er noch gut oder böse ist.
Und wieder stelle ich einen Film über einen talentierten Menschen vor: Ben Carson (Cuba Gooding Jr.). Schwarzer Junge aus schwierigen familiären Verhältnissen hat starke Schwierigkeiten in der Schule. Schon seine Mutter begreift sich selbst als “dumm” und hat Angst, dass sich dies auf ihre beiden Söhne überträgt. Ben jedoch entdeckt das Lesen für sich. Mit viel Ausdauer erntet er schließlich Anerkennung für seine Lernerfolge. Schließlich studiert er Medizin in Yale, wird Gehirnchirurg und macht sich mit seinen Behandlungsmethoden und seinen chirurgischen Erfolgen einen Namen, bis er sich schließlich zweier schwieriger Patienten annehmen soll.
LA-Times-Kolumnist trifft begabten, aber geistig kranken Cellisten von der Straße. Sein Versuch dem Mann zu helfen scheint zunächst selbstlos, zumindest jedoch von einer gewissen avandgardistisch selbst gerührten Ader geweckt. Es zeigt sich jedoch, dass dem Kolumnisten mehr dahinter ist – es ist eine Vergeltung, eine Buße für einen zurückliegenden Verlust. Ob die Hilfe glückt, sollte der Leser im Kinosaal selber herausfinden.
Und das nicht etwa, weil sie einen über irgendwelche juristischen Unzulänglichkeiten belehren, wo sie nur können – das tue ich ja schließlich selber. Sie nerven deswegen, weil sie so viele schlechte Charaktereigenschaften haben müssen.
Junge Menschen in Görlitz sprechen wenig. Als ich meinen SPIEGEL-Abo-Geschenk-Trolley von Gleis 10 des hiesigen Bahnhofs in Richtung Haupteingang ziehe, komme ich an den acht vorhandenen Warte- und Verweilplätzen vorbei. Darauf gesellen sich acht Mädchen und Jungen innig in gemeinsamem Nichtbeachten. Beim gemütlichen Kofferkullern beobachte ich das Oktav der Ignoranz: Einheitlich verlieren sich ihre Blicke im fahlen Grau des Steinbodens. Jeder schweigt, alle schauen drein, keiner beachtet irgendwen. Sie sind in jenem Alter, da die Pubertät in unbeholfene Vernunft übergeht.
Robert Kearns hat einen Geistesblitz: Warum können die Scheibenwischer des Autos eigentlich nicht in ihrer Geschwindigkeit verändert werden? Entweder sind sie zu langsam und man kann kaum etwas sehen oder sie sind zu schnell, sodass sie auf der Windschutzscheibe kratzen.
Der Ingenieur erfindet schließlich den “Intervall-Scheibenwischer” und will ihn groß vermarkten. Doch die Ford Motor Company zieht ihn über den Tisch und vertreibt die Erfindung unter eigenem Namen.
So berichtet tagesschau.de über den Vorfall am Mittwoch Vormittag “[...] Nach SWR-Informationen hat die Polizei bereits das Haus des jugendlichen Amokläufers in Leutenbach durchsucht und 16 Waffen gefunden. Der Vater des jungen Mannes ist Mitglied eines Schützenvereins und hatte sie legal erworben. Eine der Waffen und 50 Schuss Munition fehlten. Zudem beschlagnahmten die Beamten einen Computer, um zu prüfen, ob sich der 17-Jährigen mit Gewaltspielen beschäftigt hat. [...]“
Gestern hatte das Sächsische Kultusministerium zur Pressekonferenz geladen. Soweit ist dies nicht sonderlich erwähnenswert, aber: Die Jugendpresse Sachsen war mit dabei. Als ihr Vertreter vor Ort begrüßte ich 120 Schülerzeitungsredakteure im Dresdner Ministerialgebäude und bereitete sie auf das anschließende Ministergespräch vor. Eine kleine Reportage mit Fotos.
Zwischen Wahn und Witz müssen die Christdemokraten auf ihrem Parteitag heute gewesen sein: Bevor diese in Stuttgart ihre Parteivorsitzende Angela Merkel im Amt bestätigten, stimmte die Mehrheit der Anwesenden dafür, den Wortlaut “Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch” in den Artikel 22 Absatz 2 des Grundgesetzes aufzunehmen.