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	<title>Jonny Krüger</title>
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	<description>Der Blog.</description>
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		<title>Film: Sherlock Holmes</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 03:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Zum x-ten Mal in der Filmgeschichte ist Sherlock Holmes nun auf Zelluloid gebannt. Dabei ist jedoch eben nicht die erfrischend witzige und intelligent verstrickte Geschichte herausgekommen, wie man sie sich von Arthur Conan Doyle gewünscht hätte. Tatsächlich ist Guy Ritchies <em>&#8220;Sherlock Holmes&#8221;</em> sehr banal.</p>
<p><span id="more-312"></span></p>
<p><a href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2010/02/holmes.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-312" title="Sherlock Holmes, Quelle: Warner Brothers"><img class="size-medium wp-image-314 alignleft" style="margin: 10px;" title="Sherlock Holmes, Quelle: Warner Brothers" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2010/02/holmes-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Robert Downey Jr. verkörpert einen notorisch faulen Sherlock Holmes &#8211; ein Genie zwar, aber ansonsten nicht sehr umgänglich: ungestüm in seinen Äußerungen, egoman und manipulierend. Daran ist jedoch nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Hat man die unzähligen Detektivgeschichten rund um den passionierten Geigenspieler und seinem Freund Dr. Watson gelesen, so kann nur ein solcher&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum x-ten Mal in der Filmgeschichte ist Sherlock Holmes nun auf Zelluloid gebannt. Dabei ist jedoch eben nicht die erfrischend witzige und intelligent verstrickte Geschichte herausgekommen, wie man sie sich von Arthur Conan Doyle gewünscht hätte. Tatsächlich ist Guy Ritchies <em>&#8220;Sherlock Holmes&#8221;</em> sehr banal.</p>
<p><span id="more-312"></span></p>
<p><a  href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2010/02/holmes.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-312" title="Sherlock Holmes, Quelle: Warner Brothers"><img class="size-medium wp-image-314 alignleft" style="margin: 10px;" title="Sherlock Holmes, Quelle: Warner Brothers" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2010/02/holmes-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Robert Downey Jr. verkörpert einen notorisch faulen Sherlock Holmes &#8211; ein Genie zwar, aber ansonsten nicht sehr umgänglich: ungestüm in seinen Äußerungen, egoman und manipulierend. Daran ist jedoch nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Hat man die unzähligen Detektivgeschichten rund um den passionierten Geigenspieler und seinem Freund Dr. Watson gelesen, so kann nur ein solcher Charakter im Geiste des Lesers hängen bleiben. Robert Downey Jr. spielt dabei den Sherlock Holmes grandios. Es sind diese kleinen Momente, da ein Schauspieler vollkommen hinter seiner Rolle zurücktritt und seine Persönlichkeit in der Figur aufgeht, &#8211; diese Momente machen Filme zu einem Schauspiel. Robert Downey Jr. schafft dies aufs Vorzüglichste.</p>
<p>Dr. Watson jedoch ist mit Jude Law fehl besetzt. Seine Mimik und seine Bewegungen wirken wie die des künstlichen Gigolos Joe aus <em>&#8220;A.I. &#8211; Künstliche Intelligenz&#8221;</em>. Einfach nicht schön anzusehen, zu affektiert.</p>
<p>In der Reihe der Rollen bleibt Irene Adler, die einzige Geliebte, die Sherlock Holmes je von Conan Doyle zugeschrieben bekam. Rachel McAdams gibt in einem <a  title="SPIEGEL-Interview mit Rachel McAdams" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,674684,00.html" target="_blank">Interview mit SPIEGEL-Online</a> zu, dass ihre Rolle nicht gerade die Anspruchsvollste sei. Sie sei eine Dekoration. Tatsächlich ist sie das weibliche Sex-Appeal-Musthave, das ein solcher Unterhaltungsfilm nunmal benötigt. Und damit ist auch alles gesagt.</p>
<p>Die Geschichte kommt recht einfach daher: Eine terroristische Gruppe aus Londons Elite möchte das Parlament in die Luft jagen und die Macht übernehmen. Sherlock Holmes kommt dahinter und versucht das Ganze zu verhindern. Natürlich muss Hollywood schon ein Feuerwerk bieten, damit es sich lohnt. Eine etwas weniger actionbelastete Story hätte dem Film jedoch besser zu Gesicht gestanden. Parlamentsexplosionen sind einfach nicht Holmes Tagewerk. Sein Genie ergötzt sich an den perfideren Fällen.</p>
<p>Außerdem ist die Geschichte einfach zu linear gestrickt und am Ende bleibt der große Aha-Effekt aus, der die Holmes-Geschichten so interessant machte. Kein großer Knaller, der einen erstaunen lässt: &#8220;Aha, so ist das also in Wirklichkeit gewesen.&#8221; Eher ein kleines Knällchen bleibt für das eigentlich offensichtliche Ende.</p>
<p>Fazit: Schwacher Film mit einem starken Robert Downey Jr. Es wird Zeit, dass er an die guten Geschichten aus Hollywood heran kommt.</p>
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		<title>Film: Donnie Brasco</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 04:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Al Pacino]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Donnie Brasco heißt eigentlich Joseph Pistone heißt eigentlich Johnny Depp. Aber von Anfang an: Undercover-FBI-Agent Pistone gibt sich als Juwelier Brasco aus. Er soll die New Yorker Mafia infiltrieren. Über Lefty (Al Pacino) schafft er es schließlich in die &#8220;Familie&#8221;. Doch Brasco kämpft an zwei Fronten: Während er versucht in der Mafia-Familie Informationen zu sammeln, droht er mit seiner eigenen Frau und den drei Kindern zu scheitern. Immer tiefer rutscht Brasco, bis er selbst nicht mehr richtig zu wissen scheint, ob er noch gut oder böse ist.</p>
<p><span id="more-303"></span><a href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/donnie.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-303" title="Donnie Brasco - Quelle: Constantin Film"><img class="size-medium wp-image-305 alignleft" style="margin: 10px;" title="Donnie Brasco - Quelle: Constantin Film" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/donnie-210x300.jpg" alt="Donnie Brasco" width="210" height="300" /></a>Al Pacino in der Rolle des Mafioso Lefty &#8211; das kannte man&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Donnie Brasco heißt eigentlich Joseph Pistone heißt eigentlich Johnny Depp. Aber von Anfang an: Undercover-FBI-Agent Pistone gibt sich als Juwelier Brasco aus. Er soll die New Yorker Mafia infiltrieren. Über Lefty (Al Pacino) schafft er es schließlich in die &#8220;Familie&#8221;. Doch Brasco kämpft an zwei Fronten: Während er versucht in der Mafia-Familie Informationen zu sammeln, droht er mit seiner eigenen Frau und den drei Kindern zu scheitern. Immer tiefer rutscht Brasco, bis er selbst nicht mehr richtig zu wissen scheint, ob er noch gut oder böse ist.</p>
<p><span id="more-303"></span><a  href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/donnie.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-303" title="Donnie Brasco - Quelle: Constantin Film"><img class="size-medium wp-image-305 alignleft" style="margin: 10px;" title="Donnie Brasco - Quelle: Constantin Film" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/donnie-210x300.jpg" alt="Donnie Brasco" width="210" height="300" /></a>Al Pacino in der Rolle des Mafioso Lefty &#8211; das kannte man auch schon zur Zeit, als <em>&#8220;Donnie Brasco&#8221;</em> in die Kinos kam (1997). Der Pate aus den Jahren 1972 (Teil 1), 1974 (Teil 2) und 1990 (Teil 3) spielt diesmal jedoch keinen Chef, sondern einen kleinen Gangster des großen Netzwerks. Lefty ist schon über 25 Jahre in der Familie und wartet darauf, endlich aufzusteigen. Donnie Brasco muss sich das Vertrauen von Lefty erst verdienen. Vor einige Proben gestellt, gerät Donnie schon an Grenzpunkte, an denen er sich fragen muss: Rechtfertigt Undercover-Arbeit ein solch aktives kriminelles Wirken?</p>
<p>Donnie wächst Lefty schließlich ein wenig ans Herz, schließlich muss sich dieser gegenüber der Familie verbürgen. Sollte sich Lefty in der Integrität Donnies irren, so bedeutet das Leftys Tod. Donnie nimmt schließlich ein Stück weit die Rolle von Leftys Sohn ein, der sein Alltag lieber mit Drogen erstickt. Währenddessen erstattet Agent Pistone aka Donnie Brasco seinen FBI-Kollegen regelmäßig Bericht und hat immer wieder Schwierigkeiten seine Doppelrolle gegenüber den brutalen Mafiosi zu verbergen.</p>
<p>Johnny Depp ist ein streitiger Schauspieler. Manche finden sein Schauspiel gut, andere mögen ihn gar nicht. Fernab von dieser Grundsatzdiskussion muss man bei <em>&#8220;Donnie Brasco&#8221;</em> feststellen, dass ihm die Rolle wie auf den Leib geschneidert ist. Sein Spiel ist vielschichtig: Gegenüber seinen kriminellen Freunden muss er den harten Gangster zeigen, muss mitziehen, aber auch nicht übertreiben und auffallen. Die Tage und Wochen bei der Mafia prägen ihn schließlich. Johnny Depp schafft es die Konfrontation mit der täglichen Gewalt nuanciert, aber im weiteren Verlauf der Geschichte immer stärker auch gegen seine Familie zu richten.</p>
<p>Gut ist, dass Donnie Brasco weder als Held noch als Antiheld angelegt ist: Er selbst versteht sich zunächst als Beamter im Dienste des Staates. Er fühlt sich verpflichtet das Land und letztendlich auch seine Familie vor solchen Verbrechern zu schützen &#8211; er ist ein einfacher Polizist.</p>
<p>Das Hin-und-Her-Gerissensein des Protagonisten zwischen dem FBI einerseits, der Mafia und der Familie andererseits und natürlich zu Lefty, der Donnie zum Freund wurde, zeugt von guter Dramaturgie. Schließlich zeigt sich, dass das FBI, Arbeitgeber und Ernährer der Familie Pistone, ein kaltes, berechnendes Netzwerk ist. Pistones Vorgesetzte scheuen nicht, dass dieser im Zuge der Ermittlungen sterben könnte. So nehmen sich das formal gute FBI und die Mafia letztendlich nichts hinsichtlich ihren Strukturen und der Art, wie sie mit ihren Mitgliedern umgehen.</p>
<p><em>&#8220;Donnie Brasco&#8221;</em> zeigt die Mafia von ihrer anderen Seite: Wo in &#8220;Der Pate&#8221; die Mafia-Elite und ihr Avandgardismus, die manchmal seifenopernähnlichen, privaten Konflikte die Geschichte schreiben, geht es hier um Gut und Böse und den vielen Facetten irgendwo dazwischen.</p>
<p>Das Ende schließlich ist einfach ernüchternd &#8211; oder eher ernüchternd einfach? Jedenfalls auf keinen Fall standardisiert, nicht pathetisch, schon gar nicht überzogen, aber auf jeden Fall ein dem Film würdiges Ende.</p>
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		<title>Film: Begnadete Hände</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 23:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Und wieder stelle ich einen Film über einen talentierten Menschen vor: Ben Carson (Cuba Gooding Jr.). Schwarzer Junge aus schwierigen familiären Verhältnissen hat starke Schwierigkeiten in der Schule. Schon seine Mutter begreift sich selbst als &#8220;dumm&#8221; und hat Angst, dass sich dies auf ihre beiden Söhne überträgt. Ben jedoch entdeckt das Lesen für sich. Mit viel Ausdauer erntet er schließlich Anerkennung für seine Lernerfolge. Schließlich studiert er Medizin in Yale, wird Gehirnchirurg und macht sich mit seinen Behandlungsmethoden und seinen chirurgischen Erfolgen einen Namen, bis er sich schließlich zweier schwieriger Patienten annehmen soll.<span id="more-296"></span></p>
<p><a href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/51JUP+plzOL._SS500_.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-296" title="Begnadete Hände - Quelle: Sony Pictures Home Entertainment"><img class="size-medium wp-image-298  alignleft" style="margin: 5px;" title="Begnadete Hände - Quelle: Sony Pictures Home Entertainment" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/51JUP+plzOL._SS500_-204x300.jpg" alt="Begnadete Hände" width="204" height="300" /></a></p>
<p>Natürlich ist all dies&#8230;</p>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder stelle ich einen Film über einen talentierten Menschen vor: Ben Carson (Cuba Gooding Jr.). Schwarzer Junge aus schwierigen familiären Verhältnissen hat starke Schwierigkeiten in der Schule. Schon seine Mutter begreift sich selbst als &#8220;dumm&#8221; und hat Angst, dass sich dies auf ihre beiden Söhne überträgt. Ben jedoch entdeckt das Lesen für sich. Mit viel Ausdauer erntet er schließlich Anerkennung für seine Lernerfolge. Schließlich studiert er Medizin in Yale, wird Gehirnchirurg und macht sich mit seinen Behandlungsmethoden und seinen chirurgischen Erfolgen einen Namen, bis er sich schließlich zweier schwieriger Patienten annehmen soll.<span id="more-296"></span></p>
<p><a  href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/51JUP+plzOL._SS500_.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-296" title="Begnadete Hände - Quelle: Sony Pictures Home Entertainment"><img class="size-medium wp-image-298  alignleft" style="margin: 5px;" title="Begnadete Hände - Quelle: Sony Pictures Home Entertainment" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/51JUP+plzOL._SS500_-204x300.jpg" alt="Begnadete Hände" width="204" height="300" /></a></p>
<p>Natürlich ist all dies eine wahre Geschichte. Hollywood scheint in den letzten Jahren entdeckt zu haben, dass das Leben so viele interessante Geschichten schreibt. Die Frage stellt sich jedoch immer, inwieweit Drehbuch und Regie die Geschichte verarbeiten und leinwandtauglich machen könen. Zwar mag dem aufmerksamen Leser auffallen, dass ich in letzter Zeit die biografischen Filme hier vorstelle (<a  href="http://jonny-k.info/rezension/film-flash-of-genius.html">Film-Rezension: Flash of Genius</a>, <a  href="http://jonny-k.info/rezension/film-der-solist.html">Film-Rezension: Der Solist</a>), aber dies soll nicht absichtlich sein. Vielleicht liegt mir es einfach, diese Geschichten zu renzensieren.</p>
<p>Cuba Gooding Jr. in einer Charakterrolle &#8211; das haben wir lang nicht gesehen. Und er kann es durchaus, leider bietet das Drehbuch von <em>Begnadete Hände</em> nicht die Bühne, auf der er sich schauspielerisch entfalten kann. Denn gerade die Geschichte des Films ist sein größter Schwachpunkt.</p>
<p>Erzählerisch gibt es den klassischen Rahmen, der  Carsons größte chirurgische Herausforderung ist. Innerhalb dessen spinnt sich die Geschichte chronologisch von der Grundschule bis zum Chefwerden der Pädiatrischen Neurochirurgie des John Hopkins Hospital, bis die Geschichte schließlich an die zwei Patienten anknüpft und daran zum Ende findet.</p>
<p>Der echte Ben Carson hat wohl einen schwierigen Weg hinter sich, jedoch schaffen es die Drehbuchautoren nicht sein Leben punktuell hinreichend in ein dramatisches Licht zu rücken. Die Geschichte entwickelt sich sehr linear und irgendwie hat man nie das Gefühl, das einen der Film mit etwas überraschen könnte. Da ist dieser Junge aus schwierigen Verhältnissen, der sich, nach klassisch amerikanischer Art, hoch arbeitet und es doch schafft. Aber es fehlen die Hürden, die ein autobiografisches Drama eben benötigt. Interessant wäre die Aufarbeitung des Rassenkonflikts, dem Ben als Afroamerikaner begegnet. Dieses Problem bleibt aber nur erwähnt und wird zu einem Nebendetail der Geschichte.</p>
<p>Ich vermag nicht einschätzen, ob Authentizität oder dramaturgische Einfallslosigkeit den vorliegenden Film überwiegend geprägt haben. Vielleicht wollten die Autoren nah an Ben Carsons Leben bleiben (der übrigens noch lebt) und es echt machen. Aber die Striktheit mit der <em>Begnadete Hände</em> herunter erzählt wird, ist doch etwas ernüchternd.</p>
<p>Nichts desto trotz sind einige schöne Szenen inszeniert, die zu Herzen rühren und deswegen ist nicht alles schlecht an dem Film.</p>
<p>Für einen gemütlichen Abend zu Zweit, bei der die Gedanken gern auch mal bei der gemeinsamen Kuschelei hängen bleiben dürfen, ist dieser Film jedoch sehr wohl geeignet. Öfters wird die DVD aber das Regal wohl kaum verlassen.</p>
<p>Seit dem 15.12.2009 ist die DVD im Handel erhältlich.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Film: Der Solist</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 05:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>LA-Times-Kolumnist trifft begabten, aber geistig kranken Cellisten von der Straße. Sein Versuch dem Mann zu helfen scheint zunächst selbstlos, zumindest jedoch von einer gewissen avandgardistisch selbst gerührten Ader geweckt. Es zeigt sich jedoch, dass dem Kolumnisten mehr dahinter ist &#8211; es ist eine Vergeltung, eine Buße für einen zurückliegenden Verlust. Ob die Hilfe glückt, sollte der Leser im Kinosaal selber herausfinden.</p>
<p><a href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/thesoloist_desktop_lg_19.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-285" title="Der Solist Wallpaper - Quelle: Universal Filmverleih"><img class="size-medium wp-image-286  alignleft" style="margin: 5px;" title="Der Solist Wallpaper - Quelle: Universal Filmverleih" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/thesoloist_desktop_lg_19-300x187.jpg" alt="Der Solist" width="300" height="187" /></a></p>
<p><span id="more-285"></span>Robert Downey Jr. gilt nicht gerade als Charakterdarsteller. Er spielt den gern gelesenen Schreiberling leider auch recht profillos. Es sieht mehr nach Robert Downey Jr. aus, als nach Steve Lopez, dem Kolumnisten. Jamie Foxx wiederum scheint überfordert&#8230;</p>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LA-Times-Kolumnist trifft begabten, aber geistig kranken Cellisten von der Straße. Sein Versuch dem Mann zu helfen scheint zunächst selbstlos, zumindest jedoch von einer gewissen avandgardistisch selbst gerührten Ader geweckt. Es zeigt sich jedoch, dass dem Kolumnisten mehr dahinter ist &#8211; es ist eine Vergeltung, eine Buße für einen zurückliegenden Verlust. Ob die Hilfe glückt, sollte der Leser im Kinosaal selber herausfinden.</p>
<p><a  href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/thesoloist_desktop_lg_19.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-285" title="Der Solist Wallpaper - Quelle: Universal Filmverleih"><img class="size-medium wp-image-286  alignleft" style="margin: 5px;" title="Der Solist Wallpaper - Quelle: Universal Filmverleih" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/12/thesoloist_desktop_lg_19-300x187.jpg" alt="Der Solist" width="300" height="187" /></a></p>
<p><span id="more-285"></span>Robert Downey Jr. gilt nicht gerade als Charakterdarsteller. Er spielt den gern gelesenen Schreiberling leider auch recht profillos. Es sieht mehr nach Robert Downey Jr. aus, als nach Steve Lopez, dem Kolumnisten. Jamie Foxx wiederum scheint überfordert mit der Rolle des geisteskranken Talents. Oder hält Foxx nur Maß? Man könnte darauf abstellen, dass die Wirklichkeit eben nicht die verclownten Geisteskranken formt, wie wir sie gern auf der Leinwand sehen. Vielleicht ist es ein Stück weit Schauspiel mit Maß &#8211; eben nicht mittelmäßig, aber auch nicht vermessen.</p>
<p>Kann man über diese Dinge hinweg sehen? Nun ja, bietet ein Film etwas anderes, so kann man über einige Unzulänglichkeiten hinwegsehen: neuen Schnitt, manche mögen SFX, andere lassen sich von Filmmusik bei Laune halten.</p>
<p>Gute Musik jedenfalls ist hier sicher: Beethoven ist schließlich Nathaniel Anthony Ayers Liebling.</p>
<p>Der Plot klingt gefühlsversoffen. Vielleicht ist er es ein wenig. Aber es steckt eben mehr drin: Zwar ist der Film nicht als dokumentarische Kritik der Obdachlosen-Verhältnisse in Los Angeles angelegt. Aber dennoch prägen die Bilder. Friedefreude Medienkommerz? Weit gefehlt, denn auch bei der LA Times müssen Gelder gekürzt und Redakteure entlassen werden. Wie es ist mit einer Geisteskrankheit zu leben, davon vermag der Film Gefühl vermitteln. Und dass man manche Dinge nicht ändern kann, vielleicht hinnehmen muss und damit leben sollte, das lernen wir auch. Die Kameraeinstellungen fangen die Atmosphäre des Cellos und seines Spielers auch hautnah auf.</p>
<p>Ein Musikfilm also, der emotional überbordet, Gesellschaftskritik sucht, der Wahrheit letzter Schluss und sowieso gut geschnitten ist?</p>
<p>Das wäre Quatsch. Der Film ist schlicht ehrlich. Es gibt kein Hollywood-Happyend, das den Protagonisten Ayers gesund werden und in die rühmlichen Hallen der Los Angeles Philharmonie einziehen lässt. Der Kolumnist Lopez lernt auch nicht viel mehr als das Akzeptieren und wie man ein Freund für einen schwierigen Freund sein kann. Aber muss ein Film die Tränendrüsen drücken, wo es gar nicht angebracht ist?</p>
<p>Ich danke, den Machern, dass hier nicht, wie in so vielen anderen Filmen, künstlich der Dramatik der Vorzug vor der Authentizität gegeben wird.</p>
<p>Ein Stück ehrliche Filmkunst. Dafür ein &#8220;Sehenswert&#8221;.</p>
<p>Trailer und Bilder unter <a  href="http://movies.universal-pictures-international-germany.de/dersolist/">http://movies.universal-pictures-international-germany.de/dersolist/</a></p>
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		<title>Jura-Studenten nerven!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 13:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Ignoranz]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Und das nicht etwa, weil sie einen über irgendwelche juristischen Unzulänglichkeiten belehren, wo sie nur können &#8211; das tue ich ja schließlich selber. Sie nerven deswegen, weil sie so viele schlechte Charaktereigenschaften haben müssen.<span id="more-280"></span></p>
<p>Neulich fragte ich im studivz-Forum unseres Studienganges wie eine wichtige Fakultätsratssitzung ausgegangen sei. Vom Kommilitonen Christian D. bekam ich als Antwort: &#8220;Wer sich dafür interessiert, hat genug möglichkeiten dies heraus zu finden&#8230;&#8221; Mag sein, dass er Recht hat, aber wieso verschwendet er seine und meine Zeit damit, das dort zu schreiben? Ein Satz darüber, wie es nun ausgegangen sei, wäre sachdienlicher und vor allen&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Und das nicht etwa, weil sie einen über irgendwelche juristischen Unzulänglichkeiten belehren, wo sie nur können &#8211; das tue ich ja schließlich selber. Sie nerven deswegen, weil sie so viele schlechte Charaktereigenschaften haben müssen.<span id="more-280"></span></p>
<p>Neulich fragte ich im studivz-Forum unseres Studienganges wie eine wichtige Fakultätsratssitzung ausgegangen sei. Vom Kommilitonen Christian D. bekam ich als Antwort: &#8220;Wer sich dafür interessiert, hat genug möglichkeiten dies heraus zu finden&#8230;&#8221; Mag sein, dass er Recht hat, aber wieso verschwendet er seine und meine Zeit damit, das dort zu schreiben? Ein Satz darüber, wie es nun ausgegangen sei, wäre sachdienlicher und vor allen Dingen kollegialer gewesen.</p>
<p>Aber wie gesagt: Jura-Studenten vereinen ein Konglomerat von Eigenschaften, die nicht gerade beliebt sind. Und dazu gehört eben auch diese ignorante, etwas arrogante Art.</p>
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		<title>Schweigende Lämmer</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 16:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/10/15_goerlitz.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-238" title="Görlitz: Schweigende Lämmer. &#60;br /&#62;Foto: Jonny Krüger"><img class="size-medium wp-image-239" style="margin: 10px;" title="Görlitz: Schweigende Lämmer. &#60;br /&#62;Foto: Jonny Krüger" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/10/15_goerlitz-300x140.jpg" alt="Görlitz: Das Schweigen der Lämmer" width="300" height="140" /></a></p>
<p>Junge Menschen in Görlitz sprechen wenig. Als ich meinen SPIEGEL-Abo-Geschenk-Trolley von Gleis 10 des hiesigen Bahnhofs in Richtung Haupteingang ziehe, komme ich an den acht vorhandenen Warte- und Verweilplätzen vorbei. Darauf gesellen sich acht Mädchen und Jungen innig in gemeinsamem Nichtbeachten. Beim gemütlichen Kofferkullern beobachte ich das Oktav der Ignoranz: Einheitlich verlieren sich ihre Blicke im fahlen Grau des Steinbodens. Jeder schweigt, alle schauen drein, keiner beachtet irgendwen. Sie sind in jenem Alter, da die Pubertät in unbeholfene Vernunft übergeht.</p>
<p><span id="more-238"></span></p>
<p>Der Junge mit mp3-Hörerstöpseln scheint etwas zwischen Marx‘ „Kapital“ und Dieter Bohlens Biografie zu hören. Zumindest bezeugt&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/10/15_goerlitz.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-238" title="Görlitz: Schweigende Lämmer. &lt;br /&gt;Foto: Jonny Krüger"><img class="size-medium wp-image-239" style="margin: 10px;" title="Görlitz: Schweigende Lämmer. &lt;br /&gt;Foto: Jonny Krüger" src="http://jonny-k.info/wp-content/uploads/2009/10/15_goerlitz-300x140.jpg" alt="Görlitz: Das Schweigen der Lämmer" width="300" height="140" /></a></p>
<p>Junge Menschen in Görlitz sprechen wenig. Als ich meinen SPIEGEL-Abo-Geschenk-Trolley von Gleis 10 des hiesigen Bahnhofs in Richtung Haupteingang ziehe, komme ich an den acht vorhandenen Warte- und Verweilplätzen vorbei. Darauf gesellen sich acht Mädchen und Jungen innig in gemeinsamem Nichtbeachten. Beim gemütlichen Kofferkullern beobachte ich das Oktav der Ignoranz: Einheitlich verlieren sich ihre Blicke im fahlen Grau des Steinbodens. Jeder schweigt, alle schauen drein, keiner beachtet irgendwen. Sie sind in jenem Alter, da die Pubertät in unbeholfene Vernunft übergeht.</p>
<p><span id="more-238"></span></p>
<p>Der Junge mit mp3-Hörerstöpseln scheint etwas zwischen Marx‘ „Kapital“ und Dieter Bohlens Biografie zu hören. Zumindest bezeugt dies seine Begeisterung für die mir unbekannte Beschallung, die man ebenso vergeblich sucht wie den statistisch erwarteten SMS-Schreiber. Jener hätte wenigstens den Anschein von Kommunikation geleistet.</p>
<p>Weder der krachend billige Trolley noch mein Gaffen erschüttern diese Installation des uniformen Vegetierens in irgendeiner Weise. Mein Wunsch einen von ihnen zu packen, zu schütteln und ins Gesicht zu schreien „Kennst du Emotion? Zeig mir wenigstens, dass du mich nicht magst!“ verwerfe ich. Das wäre sozialunverträglich – oder sagen wir nicht konform.</p>
<p>Draußen stehen weitere dieser Schneemänner. Bis auf die Tatsache, dass hier gestanden und nicht gesessen wird, stelle ich keine Veränderung fest. An der Luft kann es also schon einmal nicht liegen. Es fehlt ein mp3-Stöpselmensch. Ich erkläre mich innerlich bereit diesen Mangel auszugleichen. Kurz darauf begehre ich einen Kaugummi, den ich jedoch nicht bei mir führe. Auf die Frage, ob sie für den Moment auf meine Sachen aufpassen möge, antwortet das blonde Uninteresse mit wortlosem Nicken.</p>
<p>Zufrieden kauend komme ich wieder und tatsächlich stehen Laptoptasche, Kameratasche und Made-in-China-Trolley immer noch da. Gut, welcher dieser namenlosen Statisten in diesem Kunstwerk der Sprachlosigkeit, hätte auch genügend emotionalen Aufwand betreiben und meine Habe willentlich entwenden können.</p>
<p>Hugo Diaz’ Mundharmonika-Interpretation des Tangos „Mano a Mano“ verleiht der Szenerie eine unnatürliche Melancholie, die ich als interessanten Kontrast genieße. Da nirgendwo Kaffee konsumiert werden kann, erbringe ich wiederum nicht genügend Energie für weitere investigative Analysen dieses Phänomens. Ich begnüge mich mit der Erkenntnis, dass hier wenig gesprochen und beachtet wird.</p>
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		<title>Film: Flash of Genius</title>
		<link>http://jonny-k.info/rezension/film-flash-of-genius.html</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 21:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Flash of Genius]]></category>
		<category><![CDATA[Greg Kinnear]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Robert Kearns hat einen Geistesblitz: Warum können die Scheibenwischer des Autos eigentlich nicht in ihrer Geschwindigkeit verändert werden? Entweder sind sie zu langsam und man kann kaum etwas sehen oder sie sind zu schnell, sodass sie auf der Windschutzscheibe kratzen.</p>
<p>Der Ingenieur erfindet schließlich den &#8220;Intervall-Scheibenwischer&#8221; und will ihn groß vermarkten. Doch die Ford Motor Company zieht ihn über den Tisch und vertreibt die Erfindung unter eigenem Namen.<span id="more-216"></span></p>
<p><a class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Robert Kearns (Greg Kinnear) vertritt sich selbst im Rechtsstreit gegen Ford&#60;br /&#62;&#60;br /&#62; Quelle: Kinowelt Filmverleih" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/flashofgenius_015.jpg" rel="gallery-216"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 10px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_flashofgenius_015.jpg" alt="&#34;Flash of Genius&#34;" width="200" height="133" /></a>Der Universitätsprofessor sieht sich im Unrecht und ficht schließlich einen Rechtsstreit vor Gericht aus. Diese Geschichte beginnt im Jahr 1964 und wurde 2008 vom Regisseur Marc Abraham verfilmt (Produzent von&#8230;</p>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert Kearns hat einen Geistesblitz: Warum können die Scheibenwischer des Autos eigentlich nicht in ihrer Geschwindigkeit verändert werden? Entweder sind sie zu langsam und man kann kaum etwas sehen oder sie sind zu schnell, sodass sie auf der Windschutzscheibe kratzen.</p>
<p>Der Ingenieur erfindet schließlich den &#8220;Intervall-Scheibenwischer&#8221; und will ihn groß vermarkten. Doch die Ford Motor Company zieht ihn über den Tisch und vertreibt die Erfindung unter eigenem Namen.<span id="more-216"></span></p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Robert Kearns (Greg Kinnear) vertritt sich selbst im Rechtsstreit gegen Ford&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Quelle: Kinowelt Filmverleih" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/flashofgenius_015.jpg" rel="gallery-216"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 10px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_flashofgenius_015.jpg" alt="&quot;Flash of Genius&quot;" width="200" height="133" /></a>Der Universitätsprofessor sieht sich im Unrecht und ficht schließlich einen Rechtsstreit vor Gericht aus. Diese Geschichte beginnt im Jahr 1964 und wurde 2008 vom Regisseur Marc Abraham verfilmt (Produzent von &#8220;Children of Men&#8221;, &#8220;Dawn of the Dead&#8221; u.a.).</p>
<p><em>Flash of Genius</em> ist konzeptionell ein Drama. Der Protagonist Robert Kearns, gespielt von Greg Kinnear, stürzt sich in einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen den übermächtigen Konzern Ford. Dabei verliert er Schritt für Schritt seine Frau, die, obschon sie stark ist, seinen Kampf nicht bestreiten will. Sein Sohn wirft ihm später vor, Kearns hätte die Familie zerbrochen.</p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Robert Kearns (Greg Kinnear)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Quelle: Kinowelt Filmverleih" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/flashofgenius_005.jpg" rel="gallery-216"><img class="ngg-singlepic ngg-right alignright" style="margin: 10px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_flashofgenius_005.jpg" alt="&quot;Flash of Genius&quot;" width="200" height="144" /></a>Auch wenn dies so ist, so handelte Kearns nicht selbstsüchtig oder des Geldes wegen, das ihm durch das gepatzte Geschäft entgangen ist. Kearns Gerechtigkeitsgefühl ist durch das Handeln des Ford-Vorstands tief erschüttert. Er möchte auch nicht aus Prinzip Recht bekommen: Es geht ihm um die Wahrheit &#8211; und die ist: Robert Kearns ist der Erfinder des Intervall-Scheibenwischers.</p>
<p>Dabei hat man hin und wieder das Gefühl, dass sich Kearns während seines jahrelangen Streits auf einer Kohlhaas&#8217;schen Odyssee im Kampf ums Recht befindet.<br />
<a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Die Kearns' (Greg Kinnear, Lauren Graham) im Gespräch mit ihrem Anwalt (Alan Alda)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Quelle: Kinowelt Filmverleih" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/flashofgenius_013.jpg" rel="gallery-216"><img class="aligncenter" style="display: block; margin: 10px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_flashofgenius_013.jpg" alt="&quot;Flash of Genius&quot;" width="200" height="83" /></a> Greg Kinnear zeigt sein schauspielerisches Potential. Obwohl Hollywood-stereotypen Rolle des einfachen Mannes nicht die vielen charakterlichen Facetten zu erwarten sind, überzeugt er zumindest in seinem authentischen Spiel.</p>
<p><em>Flash of Genius</em> ist nicht der Sommer-Blockbuster 2009, der wohl leider nie kommen wird. Dennoch ist der Fall keinesfalls langweilig. Wer Gefallen am Kafkaesken Kampf um die Gerechtigkeit findet und wer den Titel &#8220;Michael Kohlhaas&#8221; zumindest namentlich kennt, dem sei der Film hiermit empfohlen.</p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Quelle: Kinowelt Filmverleih" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/plakat.jpg" rel="gallery-216"><img class="ngg-singlepic ngg-center alignright" style="margin: 10px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_plakat.jpg" alt="Filmplakat: &quot;Flash of Genius&quot;" width="106" height="150" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Quellen:</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a  title="Gehe zu: www.flashofgenius.kinowelt.de" href="http://www.flashofgenius.kinowelt.de/" target="_blank">&#8220;Flash of Genius&#8221; &#8211; Webseite des Films</a></p>
<img src="http://jonny-k.info/?ak_action=api_record_view&id=216&type=feed" alt="" />

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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Amoklauf in Winnenden: Gewalt im Spiel?</title>
		<link>http://jonny-k.info/aktuell/amoklauf-in-winnenden-gewalt-im-spiel.html</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 07:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Winnenden]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>So berichtet <a title="Quelle: Tagesschau.de" href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4600618/9ja3jt/index.html" target="_blank">tagesschau.de</a> über den Vorfall am Mittwoch Vormittag &#8220;[...] Nach SWR-Informationen hat die Polizei bereits das Haus des jugendlichen Amokläufers in Leutenbach durchsucht und 16 Waffen gefunden. Der Vater des jungen Mannes ist Mitglied eines Schützenvereins und hatte sie legal erworben. Eine der Waffen und 50 Schuss Munition fehlten. Zudem beschlagnahmten die Beamten einen Computer, um zu prüfen, ob sich der 17-Jährigen mit Gewaltspielen beschäftigt hat. [...]&#8220;<span id="more-158"></span></p>
<p>Natürlich wird gefragt: Sind die Killerspiele schuld? Dann frage ich mich aber, wieso beschlagnahmte man keine Videos, keine Brett- oder Kartenspiele? Finden sich nun auch Alkoholika&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p>So berichtet <a  title="Quelle: Tagesschau.de" href="http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=4600618/9ja3jt/index.html" target="_blank">tagesschau.de</a> über den Vorfall am Mittwoch Vormittag &#8220;[...] Nach SWR-Informationen hat die Polizei bereits das Haus des jugendlichen Amokläufers in Leutenbach durchsucht und 16 Waffen gefunden. Der Vater des jungen Mannes ist Mitglied eines Schützenvereins und hatte sie legal erworben. Eine der Waffen und 50 Schuss Munition fehlten. Zudem beschlagnahmten die Beamten einen Computer, um zu prüfen, ob sich der 17-Jährigen mit Gewaltspielen beschäftigt hat. [...]&#8220;<span id="more-158"></span></p>
<p>Natürlich wird gefragt: Sind die Killerspiele schuld? Dann frage ich mich aber, wieso beschlagnahmte man keine Videos, keine Brett- oder Kartenspiele? Finden sich nun auch Alkoholika im Fundus der Polizei? Hier scheint es doch um schnelle Schuldzuweisung gehen: Die Killerspiele sind dran schuld. Durch den Winnendener Amoklauf wird diese Debatte wiederum aufgelebt werden.</p>
<p>Ich bin weder Psychologe noch Soziologe oder Neurologe. Ich kann nicht wissenschaftlich fundiert feststellen, ob sogenannte Gewaltspiele einen Menschen zum Amokläufer macht. Ich weiß es nur für mich selbst: Nein. Ich spiele selbst Counter-Strike nun mehr seid vier Jahren. Weder bin ich im normalen Leben aggressiver als andere noch gewalttätig.</p>
<p>Womöglich ist ein PC-Spiel wie Counter-Strike auch nur der letzte Auslöser der Gewalt und angesichts der davor einher gehenden Ursachen bedeutungslos, dann möchte ich aber behaupten, dass auch ein gewalttätiges Buch oder ein Film dazu in der Lage sein können. Letztlich ist wichtig, dass nicht eine der größten Industrien Deutschlands, nämlich die Spiele-Industrie dafür verantwortlich gemacht wird, es geht auch nicht darum, über eine Million deutsche Counter-Strike-Spieler pauschal zu verdächtigen &#8211; es geht um Prävention: Und die muss offensichtlich an den Schulen erfolgen.</p>
<p>Viel wurde diskutiert darüber, Killerspiele zu verbieten, weil sie in einem Zusammenhang mit den Taten standen. Ich finde, es wurde zu wenig darüber diskutiert, was es zu bedeuten hat, dass Jugendliche ihre teils ehemaligen Schulen heimsuchen.</p>
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		<title>Herr Minister, eine Frage!</title>
		<link>http://jonny-k.info/ego-tripp/herr-minister-eine-frage.html</link>
		<comments>http://jonny-k.info/ego-tripp/herr-minister-eine-frage.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 07:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ego-Tripp]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultusminister]]></category>
		<category><![CDATA[Pressekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gestern hatte das Sächsische Kultusministerium zur Pressekonferenz geladen. Soweit ist dies nicht sonderlich erwähnenswert, aber: Die Jugendpresse Sachsen war mit dabei. Als ihr Vertreter vor Ort begrüßte ich 120 Schülerzeitungsredakteure im Dresdner Ministerialgebäude und bereitete sie auf das anschließende Ministergespräch vor. Eine kleine Reportage mit Fotos.<span id="more-141"></span></p>
<p><a class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&#60;br /&#62; Portrait des Kultusministers Prof. Wöller" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106426.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106426.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="250" height="179" /></a>11 Uhr 30, Dresden, Straßenbahnhaltestelle Carolaplatz. Gerade erst aus der Straßenbahn gestiegen, stiefel ich über den großen Platz an der Carolabrücke und weiß nicht so Recht, wo ich hin soll. Weiter vorn seh ich zwei Mädchen, einen jungen Mann nach dem Weg fragen. Danke, das erspart mir selbiges. Ich folge den beiden&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte das Sächsische Kultusministerium zur Pressekonferenz geladen. Soweit ist dies nicht sonderlich erwähnenswert, aber: Die Jugendpresse Sachsen war mit dabei. Als ihr Vertreter vor Ort begrüßte ich 120 Schülerzeitungsredakteure im Dresdner Ministerialgebäude und bereitete sie auf das anschließende Ministergespräch vor. Eine kleine Reportage mit Fotos.<span id="more-141"></span></p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&lt;br /&gt; Portrait des Kultusministers Prof. Wöller" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106426.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106426.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="250" height="179" /></a>11 Uhr 30, Dresden, Straßenbahnhaltestelle Carolaplatz. Gerade erst aus der Straßenbahn gestiegen, stiefel ich über den großen Platz an der Carolabrücke und weiß nicht so Recht, wo ich hin soll. Weiter vorn seh ich zwei Mädchen, einen jungen Mann nach dem Weg fragen. Danke, das erspart mir selbiges. Ich folge den beiden und stehe schließlich vor dem alten Gebäude. Das Schild zur Linken: Staatsministerium der Finanzen. Zur Rechten: Staatsministerium des Kultus. Ein gemeinsamer Eingang im gleichen Gebäude. Da sitzt der wichtigste Ansprechpartner der Bildung ja nicht weit entfernt.</p>
<p>Vor dem Zimmer 402 warten die früh eingetroffenen Schülerzeitungsredakteure. Ich lasse mich in die Saaltechnik einweisen und werde nervös, während sich der Konferenzsaal füllt. Ich habe noch Zeit bis zu meinem Auftritt. Nach dem Lösen einiger Wortlautprobleme im BGB wechsele ich zur aktuellen FAZ: viel Konjunktur und wenig Politik aus dem Bundestag. Wahlkampf eben.</p>
<p><strong><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&lt;br /&gt; Großaufnahme der vielen Schülerzeitungsredakteure" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106428.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106428.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="250" height="182" /></a>Die Werbung beginnt</strong></p>
<p>Erwartungsfrohe und skeptische Blicke erwarten mich, als ich das Mikrofon nehme und beginnen möchte. &#8220;Was macht der Typ davorn? Ist der nicht ein wenig zu jung, um Minister zu sein?&#8221; Solche oder ähnliche Fragen zeichnen sich in den Gesichtern ab. Ich beginne die Begrüßung mit etwas Statistik: Den Handmeldungen zufolge ist der Großteil der Anwesenden zwischen 15 und 17 Jahre. Erfreulich ist auch die Anwesenheit der Jüngeren. Ich stelle die Arbeit der Jugendpresse vor: Bundesverband, Landesverband, Mobile Akademie, Jugend-Presseausweis. Ich reiche ein Infoblatt der Friedrich-Ebert-Stiftung herum, das für ein EU-Seminar für Jugendredakteure wirbt. &#8220;Ich krieg kein Geld dafür oder so. Aber ich dachte, das könnte euch interessieren&#8221;, erkläre ich.</p>
<p>Nachdem ich die üblichen Formalia geklärt habe, kommen wir zum interessanten Teil. Ich lasse Themen für die anschließenden Pressekonferenz sammeln. Sehr unterschiedliche Themen werden problematisiert: der aktuelle Stand der Bildung, Zukunft der Bildung in Sachsen, überfüllte Lehrpläne, unterfinanzierte Schulen, geschlossene Schulen in ländlichen Gebieten. Einzelne Schicksale und sehr abstrakte Fragen mischen sich.</p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&lt;br /&gt; Detailaufnahme von schreibenden Händen junger Journalisten" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106435.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignright" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106435.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="134" height="200" /></a>Ich bin froh, dass sich die Redakteure so hervorragend vorbereitet haben und dass sich auch soviele trauen, ihre Ideen zu teilen.</p>
<p>Die Zeilt eilt voran und ich halte nicht mit. Zwei vollgekritzelte Flipchart-Blätter später ist mein Teil des Tages auch schon vorüber. Die Redakteure drängen in den Flur, wo es Kekse und Getränke gibt und zwei Führungen durch das Ministerialgebäude beginnen.</p>
<p>Die Aufregung hatte sich längst gelegt, aber den Orangensaft lasse ich nicht ungenutzt.</p>
<p><strong>Noch Fragen?</strong></p>
<p>Der Minister erscheint. Seine Pressesprecherin stell uns einander vor. Wir plauschen ein wenig. Er kenne ja auch noch die alte Jugendpresse. Den blauen Jugendpresse-Ausweis hätte er damals auch schon gehabt. Es gab ihn nur nicht aus Plastik. Die Idee zu dieser Pressekonferenz wäre ihm gekommen, da es ähnliches zu seiner Zeit als Schülerzeitungsredakteur gab, damals noch in Baden-Württemberg.</p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&lt;br /&gt; Herr Wöller zwischen Schülerzeitungsredakteurin hindurch fotografiert" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106436.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106436.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="250" height="167" /></a>Die Mutigen, die als erstes zur Themenbesprechung an das Mikofon gingen, ergreifen auch hier beginnend das Wort. Der Minister antwortet abgeklärt, wie es sich für eines solchen gehört. Ich bemerke, dass er sich bemüht, wenige platte Antworten zu geben. Er versucht die Schüler über Probleme aufzuklären und die Schwierigkeiten oder Verfahrensweisen, die im Ministerium stattfinden, begreiflich zu machen. Da, wo er es nicht kann, übernimmt der Abteilungsleiter des Kultusministeriums, der tiefer im Alltagsgeschäft ist.</p>
<p>Es zeigt sich, dass ich die Zeit besser hätte einteilen müssen. Weniger Themen besprechen, sondern die Gelegenheit nur zu nutzen, um die kleine Angst der Redakteure zu nehmen, vor den vielen Gesichtern zu sprechen. Ich hab den wichtigen Apell vergessen: Fragt nach, wenn ihr etwas nicht versteht! Ich sehe bei den Redakteuren immer wieder das gleiche Problem, das auch ich aus den ersten Konferenzen kenne. An das Mikrofon getreten, tief Luft holen, Name, Redaktion, Frage formulieren und nicht verhaspeln. Puh, geschafft. Und während die Anspannung abfällt und die Frage gestellt ist, verpasst man die Antwort. Ein kritisches Nachfragen ist dann kaum möglich.</p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&lt;br /&gt; Eine Schülerzeitungsredakteurin spricht am Mikrofon" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106432.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106432.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="250" height="166" /></a>Ich nehme es für das nächste Mal mit.</p>
<p>Es ist ein ungewohntes Gefühl die Pressekonferenz von der anderen Seite zu erleben. Kenn ich es doch bisher nur, zwischen anderen Journalisten zu sitzen, bin ich nun vorn. Sitzordnung: Minister Wöller, die Pressesprecherin und ich. Die Veranstaltung ist gelungen finde ich, findet die Pressesprecherin und der Minister. Dann sind wir uns ja einig. Ich beantworte noch einige Fragen für ein Interview und muss mich schrecklicherweise fotografieren lassen.</p>
<p>15 Uhr, Dresden, Carolaplatz. Das Ministerium hat mich nicht aufgefressen, gutes Zeichen. Aber dafür habe ich jetzt Hunger.</p>
<p style="text-align: center;"><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Pressekonferenz mit dem Kultusminister&lt;br /&gt; Namensschild Prof. Wöller und seine gestikulierenden Hände" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/sg106465.jpg" rel="gallery-141"><img class="ngg-singlepic ngg-center aligncenter" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_sg106465.jpg" alt="Pressekonferenz mit dem Kultusminister" width="250" height="90" /></a></p>
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		<title>Sprachlos im Grundgesetz</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 07:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonny Krüger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Zwischen Wahn und Witz müssen die Christdemokraten auf ihrem Parteitag heute gewesen sein: Bevor diese in Stuttgart ihre Parteivorsitzende Angela Merkel im Amt bestätigten, stimmte die Mehrheit der Anwesenden dafür, den Wortlaut &#8220;Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch&#8221; in den Artikel 22 Absatz 2 des Grundgesetzes aufzunehmen.<span id="more-155"></span></p>
<p><a class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Sprachlos im Grundgesetz&#60;br &#62;&#60;br /&#62; Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Quelle: Deutscher Bundestag" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/gg_deckblatt_gr.jpg" rel="gallery-155"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_gg_deckblatt_gr.jpg" alt="Sprachlos im Grundgesetz" width="250" height="166" /></a>&#8220;Ich halte das für völlig überflüssig&#8221;, sagte Sebastian Edathy (SPD), Chef des Bundestagsinnenausschusses gegenüber <a title="SPIEGEL-Online öffnen" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,594056,00.html" target="_blank">SPIEGEL</a>. Schärfer kritisiert die Türkische Gemeinde den Vorstoß der CDU. &#8220;Es ist schwierig nachzuvollziehen, warum auf einmal die Notwendigkeit gesehen wird, die deutsche Sprache ins Grundgesetz aufzunehmen&#8221;, erklärte der Vorsitzende Kenat Kolat.</p>
<p>Auf&#8230;</p>


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Wahn und Witz müssen die Christdemokraten auf ihrem Parteitag heute gewesen sein: Bevor diese in Stuttgart ihre Parteivorsitzende Angela Merkel im Amt bestätigten, stimmte die Mehrheit der Anwesenden dafür, den Wortlaut &#8220;Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch&#8221; in den Artikel 22 Absatz 2 des Grundgesetzes aufzunehmen.<span id="more-155"></span></p>
<p><a  class="shutterset_ thickbox no_icon" title="Sprachlos im Grundgesetz&lt;br &gt;&lt;br /&gt; Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Quelle: Deutscher Bundestag" href="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/gg_deckblatt_gr.jpg" rel="gallery-155"><img class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" style="margin: 3px;" src="http://jonny-k.info/wp-content/gallery/storys/thumbs/thumbs_gg_deckblatt_gr.jpg" alt="Sprachlos im Grundgesetz" width="250" height="166" /></a>&#8220;Ich halte das für völlig überflüssig&#8221;, sagte Sebastian Edathy (SPD), Chef des Bundestagsinnenausschusses gegenüber <a  title="SPIEGEL-Online öffnen" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,594056,00.html" target="_blank">SPIEGEL</a>. Schärfer kritisiert die Türkische Gemeinde den Vorstoß der CDU. &#8220;Es ist schwierig nachzuvollziehen, warum auf einmal die Notwendigkeit gesehen wird, die deutsche Sprache ins Grundgesetz aufzunehmen&#8221;, erklärte der Vorsitzende Kenat Kolat.</p>
<p>Auf <a  title="zoomer.de öffnen" href="http://www.zoomer.de/news/gegensprechanlage/deutsch-ins-grundgesetz-die-cdu-zeigt-ihr-gesicht/deutsch-ins-grundgesetz-die-cdu-zeigt-ihr-wahres-gesicht" target="_blank">zoomer.de</a> wird das Thema von den Lesern diskutiert. Wie üblich gründen diese auf Meinungen, die selten begründet werden. Doch warum sollte die Sprache denn nicht in das Grundgesetz aufgenommen werden?</p>
<p>Zunächst scheint es eine plausible Idee der CDU zu sein: Sprache gehört wie kein anderes Gut zur Identität einer Kultur. Wenn etwas so Sperriges wie eine Nationalflagge im erwähnten Artikel 22 II GG schon Platz findet, warum dann nicht auch die Sprache? Was im Artikel 2 der Französischen Verfassung, im Artikel 3 der Spanischen Verfassung und in anderen Artikeln vieler weiterer europäischer Verfassungen verankert ist, darf doch im Grundgesetz niedergeschrieben sein.</p>
<p>Der Wille Sprache als Kulturgut anzuerkennen, sollte nicht mit unterschwelligem Nationaldenken verwechselt werden. Der CDU zu unterstellen, mit diesem Vorschlag konservativen Wählern näher kommen zu wollen, ist töricht. Deutschland, das Land der Dichter und Denker, sollte selbstbewusst genug sein, seine eigene Sprache anerkennend im Grundgesetz zu würdigen.</p>
<p>Die Diskussion darüber offenbart jedoch ein anderes Problem: Die deutsche Verfassung trifft kaum Aussagen über deutsche Kultur. Zwar wird die Kunstfreiheit in Artikel 5 III Satz 1 GG gewährleistet, aber damit ist auch schon das Wesentliche gesagt.</p>
<p>Fraglich ist jedoch, ob die Aufnahme von Kultur, Sport, Sprache und anderen Themen in das Grundgesetz notwendig ist. Die Deutsche Verfassung war 1949 als rechtsstaatlicher Grundpfeiler der Bundesrepublik geplant. Gezielt wurden wichtige Menschenrechte als Grundrecht verbürgt. Staatszielbestimmungen, wie Sozialstaatlichkeit und Rechtsstaatlichkeit, wurden nur dort aufgenommen, wo sie für die Konstituierung der Bundesrepublik nötig waren.</p>
<p>Von den Erfahrungen aus 300 Jahren Verfassungsgeschichte gelernt, sollte das Grundgesetz nicht durch Präambeln und gutgemeinten Staatszielen verwässert werden. Eine Verfassung voller Staatsziele, die den Staat trotz aller guten Absichten hemmen, ist konzeptionell schwach. Da ein Nichteinhalten jener Ziele immer wahrscheinlicher wird, je mehr davon aufgenommen werden, bereitet eine solche Verfassung ihren eigenen Untergang vor. Das hat sich in den Verfassungen der Französischen Revolution, wie in der Paulskirchenverfassung 1848 oder der modernen Weimarer Verfassung gezeigt.</p>
<p>In der aktuellen Diskussion Sprache, Kultur und Sport als Ziele für den Staat in das Grundgesetz aufzunehmen, sollte eines nicht vergessen werden: Der praktische Nutzen. Wurde jemand in Deutschland im Betätigen seines Sports oder in kultureller Ergötzung gehindert, weil es nicht im Grundgesetz steht? Wohl kaum.</p>
<p>Natürlich gehört die deutsche Sprache in das Grundgesetz. Und natürlich müssen sich auch Einwanderer damit abfinden, deutsch zu lernen &#8211; im eigenen Interesse. Immerhin kann auf dem Arbeitsmarkt nur bestehen, wer Deutsch spricht. Dass das Erlernen der Landessprache der erste Schritt in eine für beide Seiten erfolgreiche Integration ist, sollte allen klar sein.</p>
<p>Ebenso klar ist: Nicht alles gehört in die Verfassung. Das Grundgesetz formt eine föderale, in Hinblick auf die Grundrechte liberale Bundesrepublik Deutschland. Eben jener freiheitlicher Geist ist auch dadurch geprägt, dass nicht jeder Bereich des Lebens verfassungsrechtlich benannt und geschützt werden muss &#8211; der Schutz der individuellen Freiheit ist in Artikel 2 Absatz 1 ohnehin schon umfangreich gewährleistet. Eine selbstbewusste freiheitliche Demokratie lebt vom Engagement ihrer Bürger, unabhängig von jedem Staatsziel eines Grundgesetzes. Keine Kultur, kein Sport lebt davon in der Verfassung niedergeschrieben zu sein, sondern von den Menschen, die sie betreiben.</p>
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