Nebenbei gesagt

  • › 22. September 2011

    Zitat: “Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.” – George Bernard Shaw

  • › 9. September 2011

    Zitat: “Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.” – Carl Gustav Jung

  • › 15. März 2011

    “Wir gehen davon aus, dass die rechtliche Grundlage eine rechtliche Grundlage ist.” – Angela Merkel.

  • › 3. März 2010

    Zitat: “Liebe ist wie sich in die eigene Hose pissen – jeder sieht’s, aber nur man selber weiß, wie warm es sich anfühlt.”

  • › 21. Dezember 2009

    Zitat: “Die Kontinuität in unserem Leben wird wenigstens durch unsere Handynummern erhalten.”

  • › 26. November 2009

    Ich habe endlich meinen eigenen Google-Wave-Account. 20 Einladungen sind darauf. Wer also möchte, schreibt mir an mail@jonny-k.info eine Mail und eine triftige Begründung, warum ich gerade ihm eine Einladung schicken sollte.

  • › 17. November 2009

    Zitat: “Was ist Erfahrung, wenn nicht nur mehr als all die Scheiße, die man in seinem Leben schon gemacht hat.”

    › Filmkritik › 14. Dezember 2009

    Film: Der Solist

    LA-Times-Kolumnist trifft begabten, aber geistig kranken Cellisten von der Straße. Sein Versuch dem Mann zu helfen scheint zunächst selbstlos, zumindest jedoch von einer gewissen avandgardistisch selbst gerührten Ader geweckt. Es zeigt sich jedoch, dass dem Kolumnisten mehr dahinter ist – es ist eine Vergeltung, eine Buße für einen zurückliegenden Verlust. Ob die Hilfe glückt, sollte der Leser im Kinosaal selber herausfinden.

     

    Robert Downey Jr. gilt nicht gerade als Charakterdarsteller. Er spielt den gern gelesenen Schreiberling leider auch recht profillos. Es sieht mehr nach Robert Downey Jr. aus, als nach Steve Lopez, dem Kolumnisten. Jamie Foxx wiederum scheint überfordert mit der Rolle des geisteskranken Talents. Oder hält Foxx nur Maß? Man könnte darauf abstellen, dass die Wirklichkeit eben nicht die verclownten Geisteskranken formt, wie wir sie gern auf der Leinwand sehen. Vielleicht ist es ein Stück weit Schauspiel mit Maß – eben nicht mittelmäßig, aber auch nicht vermessen.

    Kann man über diese Dinge hinweg sehen? Nun ja, bietet ein Film etwas anderes, so kann man über einige Unzulänglichkeiten hinwegsehen: neuen Schnitt, manche mögen SFX, andere lassen sich von Filmmusik bei Laune halten.

    Gute Musik jedenfalls ist hier sicher: Beethoven ist schließlich Nathaniel Anthony Ayers Liebling.

    Der Plot klingt gefühlsversoffen. Vielleicht ist er es ein wenig. Aber es steckt eben mehr drin: Zwar ist der Film nicht als dokumentarische Kritik der Obdachlosen-Verhältnisse in Los Angeles angelegt. Aber dennoch prägen die Bilder. Friedefreude Medienkommerz? Weit gefehlt, denn auch bei der LA Times müssen Gelder gekürzt und Redakteure entlassen werden. Wie es ist mit einer Geisteskrankheit zu leben, davon vermag der Film Gefühl vermitteln. Und dass man manche Dinge nicht ändern kann, vielleicht hinnehmen muss und damit leben sollte, das lernen wir auch. Die Kameraeinstellungen fangen die Atmosphäre des Cellos und seines Spielers auch hautnah auf.

    Ein Musikfilm also, der emotional überbordet, Gesellschaftskritik sucht, der Wahrheit letzter Schluss und sowieso gut geschnitten ist?

    Das wäre Quatsch. Der Film ist schlicht ehrlich. Es gibt kein Hollywood-Happyend, das den Protagonisten Ayers gesund werden und in die rühmlichen Hallen der Los Angeles Philharmonie einziehen lässt. Der Kolumnist Lopez lernt auch nicht viel mehr als das Akzeptieren und wie man ein Freund für einen schwierigen Freund sein kann. Aber muss ein Film die Tränendrüsen drücken, wo es gar nicht angebracht ist?

    Ich danke, den Machern, dass hier nicht, wie in so vielen anderen Filmen, künstlich der Dramatik der Vorzug vor der Authentizität gegeben wird.

    Ein Stück ehrliche Filmkunst. Dafür ein “Sehenswert”.

    Trailer und Bilder unter http://movies.universal-pictures-international-germany.de/dersolist/

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