Wer kennt es nicht: Papa sitzt unmotiviert vor dem Fernseher und weiß wieder nicht, was er sich anschauen will. Mutti sieht dem ganzen Schauspiel nicht mehr länger zu und reißt die Fernbedienung an sich. Nach zweiminütigem Blitz-Zappen durch alle 80 digitalen Kanäle bleibt sie schließlich wieder an einer Doku-Soap hängen. Papa ist sich zumindest in einem sicher: “Das gibt’s heute nicht!” Und damit beginnt der Kampf um das Abendprogramm von Neuem.
Hans Weingartners neuer Kinofilm “Free Rainer” jedoch kritisiert weniger das Theater vor dem Fernseher als vielmehr den Weg, wie das Fernsehen in den Fernseher kommt.